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Die Konsonanten ก bis ง (die Velaren, กัณฐชะ)

So, nun geht es endlich richtig los.

กัณฐชะ (ไว) น. อักษรในภาษาบาลีและสันสกฤตที่มีเสียงเกิดจาก เพดานอ่อน ได้แก่ พยัญชนะวรรคก คือ ก ข ค ฆ ง และอักษร ที่มีเสียงเกิดจากเส้นเสียงในลำคอ ได้แก่ ห และ สระ อะ อา. (ป.; ส. กณฺ?วฺย).

Die thailändischen Konsonanten sind, auch wenn man es auf dem ersten Blick kaum glauben bzw. vermuten mag, entsprechen den Regeln der Sanskrit-Grammatik angeordnet. Wir wollen also heute die 5, halt 7, velaren Konsonanten lernen.

Zur Zahl 5 vs. 7, d.h. die zusätzlichen, heute aber nicht mehr gebrauchten Konsonanten ฃ, kho khuat, und ฅ, kho khon, dürfen wir auf die ausführliche Diskussion über Herkunft und Verbleib dieser beiden „obsoleten“ Konsonanten in The Thai writing system, Von Nanthanā Dānwiwat, S. 44-48 (3.2.2 A brief sketch of the phonetic interpretation of <ข>, <ฃ>, <ค>, and <ฅ> through historical spelling verweisen. Die beiden Konsonanten – der hohe Konsonant ฃ, kho khuat, durch den hohen Konsonanten ข, der tiefe Konsonant ฅ, kho khon, durch den tiefen Konsonanten ค in moderner Thaischrift weitgehend ersetzt – werden beim Eintrainieren des ko kai kho khai jedoch miterlernt. Wir tuen dies auch.

Und hier sind nun die 7 Velaren mit ihren Merkworten und Merksätzen:

กอ เอ๋ย กอ ไก่ [กอ0 เอ๋ย4 กอ0 ไก่1] ko oei ko kai

Das „Kochen“ heißt Ko vom Huhn.

01 ko kai

und weiter geht es mit kho khai

ขอ ไข่ ในเล้า [ขอ4 ไข่1 ไน0เล้า3 ] kho khai nai lao

Das Kho vom Ei ist im Hühnerstall.

02 kho khai

und weiter geht es mit kho khuat

ฃอ ขวด ของ เรา [ขอ4 ขวด1 ของ4เรา0 ] kho khuat khong rao

Das Kho von der Flasche gehört uns.

03 kho khuat

und weiter geht es mit dem kho khwai

คอ ควาย เข้านา [ขอ0 คฺวาย0 เข้า2 นา0 ] kho khwai khao na

Das Kho vom Wasserbüffel gehört auf das Reisfeld.

04 kho khwai

und weiter geht es mit dem kho khon

ฅอ คน ขึงขัง [คอ0 คน0 ขึง2 ขัง0 ] kho khon khueng khang

Das Kho vom Menschen ist ernsthaft.

05 kho khon

und weiter geht es mit dem kho ra-khang

ฆอ ระฆัง ข้างฝา [คอ0 ระ3คัง0 ข้าง2ฝา4] kho ra-khang khang fa

Das Kho von der Glocke ist neben der Wand.

06 kho rakhang

und weiter geht es mit dem gno gnu

งอ งูใจกล้า [งอ0 งู0 ไจ0 กฺล้า2] ngo ngu chai kla

Das Ngo von der Schlange ist mutig.

07 ngo ngu

und weiter geht es mit … schau mer ma ob wir schon mehr von dem ko kai kho khai song verstehen:

und der ist auch schöööön…

Und jetzt üben, üben, üben.

Hier nochmals die wichtigsten Links:

Arbeitsblätter ก bis ง

01 ko kai

02 kho khai

03 kho khuat

04 kho khwai

05 kho khon

06 kho rakhang

07 ngo ngu

Arbeitsblätter Konsonanten von ClickThai.de

Software

Ko Kai Kho Khai song (vertont und mit englischer Übersetzung)

Das leidige Thema: Transliteration, Transkription, Romanisierung und „Umschriften“ – kann man das essen?

Wir wollen Thaischrift aber keine Umschriften erlernen!

Der Suvarnabhumi-ier Flughafen

Der Suvarnabhumi-er Flughafen bzw. wo geht's hier nach Suwannaphum?

สุวรรณภูมิ, das goldene Land. Siam-Thailand.

Nur wie ließt man das?  So wie auf linksstehendem Straßenschild? Suvarnabhumi? Nein!

Wir wollen Thaischrift lesen lernen. Zum Lesen Lernen von สุวรรณภูมิ gehört nicht allein die  Frage, wie man es ausspricht. Transliterationen, Transkriptionen und Romansierungen erfüllen verschiedene Zwecke und stehen je nach Zweck mehr oder weniger im Zusammenhang mit der Aussprache.

Unter Transliteration wird in der Regel die Übertragung eines in einer Schrift geschriebenen Wortes/Textes  in eine andere Schrift verstanden. Die Übertragung sollte im Idealfall umkehrbar sein. Als Beispiel für ein derartiges Transliterationssystem könnte das Morsealphabet dienen.

Die an sich weit geltende aber praktisch nicht verwendete Transliterationsnorm für Thaischrift (in lateinische Schrift) ist die ISO Norm 11940.

Die Anwendung dieser Norm auf สุวรรณภูมิ –> s̄uwrrṇp̣hūmi zeigt auf, warum diese Norm praktisch (auch z.B. bei oben abgebildeten Straßenschild) keine Anwendung findet.

Unter Transkription wird in der Regel das Fixieren eines Lautes, Wortes oder Gesrpächs in einer Schrift verstanden. Als Beispiele für eine Transkription könnten die Notenschrift, das handschriftliche Aufzeichnen der Sprache eines noch unerforschten Stammes durch einen Linguisten in IPA (International Phoentic Alphabet) oder die stenographische Mitschrift einer Gerichtsverhandlung durch einen Gerichtsschreiber dienen. Ebenso wie die Notenschrift eines Komponisten wollen wir nicht nur das Festhalten sondern auch das normative Vorschreiben bzw. Empfehlen von Lauten unter einer Transkription verstehen.

Unter Romanisierung wiederum wird eine Umschrift einer nicht in lateinischen Lettern geschriebenen Schrift in lateinische Letter verstanden. Romanisierung ist in der Regel bei Eigennamen erforderlich, insbesondere im Rahmen der Tagesberichterstattung zu Ereignissen in fernen Ländern und Kontinenten. Romanisierung erfolgt in der Regel entsprechend den Leseregeln der Sprache, in die romanisiert wird (siehe z.B. die Romanisierung des Namens Gorbatschow in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch etc.). Romanisierung soll die tatsächliche Aussprache in der Ursprungssprache annähernd  in der Zielsprache wiedergeben. Die romanisierte Schreibweise nimmt die Leseregeln in der Zielsprache zur Kenntnis.

Der diametral entgegengestzte Vorgang zur Romanisierung ist in Thai ทับศัพท์ [ทับสับ] thapsap – das Schreiben in nicht-Thaischrift geschriebener Begrifflichkeiten in Thaischrift, eine „Umschrift“ nach überwiegend phonetischen Aspekten.

Sollte man Umschriften erlernen?

Als Anfänger sieht man sich häufig mit einer sehr hohen Zahl an gut gemeinten Umschriften konfrontiert. Als Anfänger ist man zwar auf irgendeine Form der „Umschrift“ angewiesen. Wir  möchten jedoch aus eigener Erfahrung eindringlich davor warnen, unnötig viel Zeit für das Verständnis unterschiedlicher Umschriften zu verlieren. Man verliert nur Zeit!

Wir wollen hier lediglich „Umschriften“ erläutern, die auch im thailändischen Alltag eine nachvollziehbare Rolle spielen:

1. Transliteration

Transliteration spielt auf 2 sehr unterschiedlichen Ebenen eine sehr wichtige Rolle:

a) Palisanskrit-Entlehnungen in Thai

Zum (aktuellen, gegenwärtigen) „Stellenwert von Pali und Sanskrit in der Wortprägearbeit des königlichen Instituts Thailands“ wird auf gleichnamige wissenschaftliche Hausarbeit zur Erlangung des akademischen Grades einer Magistra Artium der Universität Hamburg von Susanne Götz hingewiesen. Diese im Jahre 2007 verfasste „Hausarbeit“ (Dissertation) zeigt auf, dass bei der Wortprägung in Thailand insbesondere von wissenschaftlichen und politischen Begrifflichkeiten Pali und Sanskrit, insbesonder Sanskrit, (neben Englisch) nach wie vor eine herausragende Rollen spielen. Das Entlehnen geschieht durch Transliteration geschriebener Wortneuschöpfungen (aus in der Regel in Devanagari geschriebenen Sanskrit bzw. Pali Worten). Auf diese werden  dann die thailändischen Ausspracheregeln angewandt. Diese Transliteration ist (relativ) einfach umkehrbar (siehe hierzu Akson Sanskrit, 2. Entwurf).

b) Transliteration von สัทอักษรไทย  Sattha Akson Thai = Romanisierung entsprechend den Regeln des königlichen Instituts (=RTGS= Royal Thai General System)

Das königliche Institut hat Romanisierungsregeln veröffentlicht, die auf geographische Begriffe anzuwenden sind.

Diese Regeln sind ausnahmslos für Schriftthai entwickelt worden bzw. scheinbar (s. weiter u.) auf Schriftthai anzuwenden. Die Publikationen erfolgten jedoch unter dem ausdrücklichen Hinweis, dass „entsprechend der Aussprache zu romanisieren sei“. Wie bereits erläutert, richten sich Romanisierungen in der Regel nach der Aussprache – der Aussprache in der Zielsprache. Bei Thai ist das anders. Romanisierung (nach RTGS) richtet sich nach der Aussprache im Ausgangsland (also in Thai), genaugenommen nach der Ausspracheempfehlung des königlischen Instituts, Sattha Akson Thai – welches transliteriert wird.

Romanisierung nach RTGS ist Transliteration von Sattha Akson Thai (siehe auch weiter unten).

Diese Transliteration ist jedoch nicht einfach umkehrbar. Sie gibt jedoch die Aussprache dann wieder, wenn gleichzeitig Thaischrif vorhanden ist.

2. Transkription

a) Transkription von Thaischrift (Akson Thai) in Thailautschrift (Sattha Akson Thai)

Thaischrift – eine (Brahmi) Schrift, mit der eine tonal Sprache geschrieben wird – gibt relativ genau die Aussprache wieder. Wir veranschaulichen uns, dass es 44 geschriebene (Graphem) aber nur 21 (bzw. 20, wenn wir das nicht gesprochene o ang abziehen) gelesene (Phonem) Konsonanten in Thai gibt. Allein dadurch wird verständlich, dass man Thai auch „einfacher“ schreiben könnte, soweit man lediglich die Aussprache widergebeben möchte (vergl. auch die Tabelle ThaiThaiThai mit 30 verschiedenen Schreibweisen des Wortes Thai [ohne Ton- und Sonderzeichen], hinter der sich jedoch lediglich 4 unterscheidbare Aussprachen verbergen). Daher wird Sattha Akson Thai, das einen deutlich reduzierten Thaizeichensatz verwendet (es kommt ein einziges, sehr hilfreiches Zeichen, das phinthu (พินทุ), hinzu), auch gern als „simplyfied“ Thai umschrieben. Thaischrift ist jedoch, trotz (oder wegen) des komplexen Zeichensatzes keineswegs eindeutig. Dies trifft insbesondere auf mehrsilbige Palisanskritlehnworte zu. Sattha Akson Thai stellt diese Eindeutigkeit her. Sowohl die Silbentrennung als auch die Tonhöhe ist in Sattha Akson Thai immer (mit sehr speziellen Ausnahmen, auf die wir gelegentlich noch eingehen werden) eindeutig.

Die Umschrift von Akson Thai in Sattha Akson Thai ist eine Transkription, da sie nach phonetischen Gesichtpunkten erfolgt.

b) Transkription von Thaischrift, Akson Thai, in IPA (Internationales Phonetisches Alphabet) und andere, regionale Lautschriften

Eigentlich könnte man Thai – bzw. Thailautschrift (Sattha Akson Thai) auch unter Verwendung lateinischer Buchstaben transkribieren. Das dafür vorgesehene internationale Instrument wäre eigentlich IPA. Für die Umsetzung von – man beachte dies – Thailautschrif in IPA – gibt es keine festen Regeln. Es handelt sich jedoch ausnahmslos um Transliteration von Sattha Akson Thai in lateinische Buchstaben unter der Verwendung von Diakriten, die sehr nachvollziebaren Regelmäßigkeiten folgt. In der Regel generieren moderne Buchautoren IPA oder eine andere im Buch (oder auf der Homepage) verwendete Lautschrift vermittels (Computer-) Algorithmen aus SATTHA AKSON THAI!

c) Thapsap – die phonetische Transkription von in z.b. lateinischer Schrift geschriebenen Begriffen (Fremdworte, Lehnworte) in Thaischrift

Wir werden auf das Thema gesondert eingehen und wollen nur darauf hinweisen, dass es für die meisten Europäischen Sprachen jeweils eigene Thapsap Regeln des königlichen Instituts (RI) gibt. Die thapsap (ทับศัพท์; zur Begrifflichkeit siehe Götz S.) Regeln für Deutsch sind hier verlinkt (das Laden des Dokuments benötigt jedoch seine Zeit).

3. Romanisierung (nach RTGS)

Wir möchten hier einen klaren Unterschied zwischen der Romanisierung entsprechend den Regeln des königlichen Instituts und Lautschriften ziehen. Romanisierung nach RTGS ist, wie bereits erläutert, nicht an der Aussprache einer Zielsprache (z.B. Deutsch, Englisch, Latein, Italienisch etc.) ausgerichte. Vielmehr ist sie das logische Ergebnis von zwei aufeinander folgenden Schritten:

  1. Der Transkription von Akson Thai in Sattha Akson Thai
  2. Der Transliteration von Sattha Akson Thai in einen lateinischen Zeichensatz (ohne Verwendung von Diakriten)

Wir wollen uns die Abfolge dieser beiden Vorgänge etwas genauer ansehen und werfen dazu einen Blick in die Liste der geographischen Namen, bei der Romanisierung nach RTGS zur Anwendung gelangt.

CHANGWAT AMNAT CHAROEN จังหวัดอำนาจเจริญ

Nehme wir uns den Report on the Current Status of United Nations Romanization Systems for Geographical Names: Thai zu Hilfe. Wir wollen einmal das Wort เจริญ nach RTGS romanisieren:

Das erste Zeichen ( ) im Wort เจริญ kommt im Report on the Current Status of United Nations Romanization Systems for Geographical Names: Thai in der Tabelle der „Vocalic Nuclei … (2. Tabelle des Dokuments)“ u.a. in den „Kernen“ 16 (e), 23 (o), 25 (oe), 26 (oe), 27 (oe), 28 (ia), 29 (ia), 30 (uea), 31 (uea), 40 (ao), 45 (oei), 46 (ueai), 49 (eo), 50 (eo) und 53 (iao) vor.

Das 2. Zeichen () ist ein Konsonant, Nr. 10 der Konsonantentabelle und wird als Anfangskonsonant als ch romanisiert.

Das 3. und 4. Zeichen (ริ) werden von einem Konsonanten, über dem ein Vokalzeichen steht, gebildet. Das Konsonantenzeichen ist die Nr. 35 und wird r als Anfangskonsonant bzw. n als Endkonsonant romanisiert. Das über dem r stehende Vokalzeichen kommt in der 2. Tabelle als „Bestandteil der Vokalkerne“ 7 (i), 26 (oe) und 48 (io) vor.

Der Punkt ist hier, dass das 2. Vokalzeichen mit dem ersten ( ) überlappend sein könnte … aber nur wenn das 2. Vokalzeichen über dem ersten (und nicht wie hier dem 2.) Konsonanten stehen würde (siehe Vokalkern Nr. 26).

Das 5. Zeichen () ist die Nr. 13 aus der Konsonatenliste und wird r als Anfangskonsonant bzw. n als Endkonsonant romanisiert.

Also Cherin!

เจริญ wird aber Charoen romanisiert!

Warum? Wir haben eine Romanisierungregel von RTGS vergessen: Es wird „entsprechend der (thailändischen) Aussprache“ romanisiert! Nur, wo bekommen wir die Aussprache her … und warum so viele Romanisierungsregeln wenn man sich – zum Romanisieren von Thai – die Aussprache anhören muss?!

Die „Aussprache“, besser die Lesung, muss man sich nicht anhören. Man kann diese vielmehr (meistens) in einem Thai-Thai Wörterbuch wie RID nachschlagen:

เจริญ [จะเริน]

Jetzt wird es eindeutig:

Konsonat Nr. 10 (ch) + Vokal 1 (a) + Kosonant Nr. 35 (r) + Vokal Nr. 26 (oe) + Konsonant Nr. 25 (n). Charoen

Das Beispiel veranschaulicht hoffentlich 3 Dinge:

  1. In Wirklichkeit wird Sattha Akson Thai und nicht Akson Thai romanisiert. Die Romanisierungsregeln von RTGS beziehen sich auf Sattha Akson Thai auch wenn dort Konsonanten und Vokale besprochen werden, die nur in Akson Thai, nicht aber in Sattha Akson Thai vorkommen.
  2. Sattha Akson Thai macht erst das richtige Lesen im Sinne von Vorlesen bzw. richtiger Aussprache (incl. Silbentrennung etc.) möglich! Dementsprechend sollte man Tonhöhenregeln nur auf Sattha Akson Thai anwenden.  I.ü. sind Fragen wie „welche Tonhöhe hat das Thaiwort ภรรยา (die Ehefrau) reichlich unsinnig: Das Wort ภรรยา [พันยา, พันระยา], Phan-ya bzw. Phan-ra-ya hat zwei (jeweils völlig korrekte) Ausprachen, eine zweisilbige und eine dreisilbige. Tonhöhenregeln gelten für Silben und nicht für „Worte“. Daher bitte – wann immer möglich – zur Tonhöhenbestimmung das Wort erst in Sattha Akson Thai aufschreiben (das ist auf die Dauer ökonomischer, als „merkwürdige Tonregeln“ für Akson Thai zu erlernen, die häufig – manchmal leider nicht entscheidend häufiger als in 50% der Fälle – zutreffen und in den vielen anderen, dann frustrierenden, Fällen eben nicht)
  3. Hat man Sattha Akson nicht zur Hand, hilft RTGS beim Lesen.

Soweit Punkt 2 nicht sofort verstanden wird, kehren wir nochmals zu folgendem Straßenschild zurück:

Der Suvarnabhumi-ier Flughafen

Der Suvarnabhumi-er Flughafen bzw. wo geht's hier nach Suwannaphum?

Chon Buri (ชลบุรี) ist vollständig und richtig nach RTGS romanisiert. Da dies so ist, können wir uns Sattha Akson Thai – und damit die richtige Aussprache und Tonhöhe – direkt daraus ableiten: [ชน บุ รี]. Auf das in eckiger Klammer stehende können wir noch die Tonhöhenregeln anwenden … und schon sprechen wir perfekt Thai (kein Vokal zwischen 2 Konsonanten in einer Silbe ist „Vokalkern Nr. 21“, also ein o). ชน = Chon mit kurzem, geschlossenem o im neutralen Ton. บุ = bu mit kurzem u und im tiefen Ton, รี = ri mit langem i und im neutralen Ton: Chonburi.

Suvarnabhumi Airport (ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ) ist eine Mischung aus Übersetzung ins Englische (ท่าอากาศยาน—>Airport) und Transliteration eines auf dem Straßenschild nicht stehenden Sanskritwortes (สุวรฺณภูมิ).

Was es definitiv nicht ist: Ein nach RTGS romanisiertes Wort (bzw. entsprechend kombinierte Wörter). ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ wäre in Sattha Akson Thai [ท่าอากาดยาน สุวันนะพูม] und wird dementsprechend auch in Thailand so ausgesprochen. Romanisiert ergibt dies Tha-Akatyan Suwannaphum.

Wir wollen damit alle Diskussionen um verschieden Umschriften abschließen und mit dem Erlernen der Thaischrift (aber nicht deren „Umschriften“) beginnen. Wir hoffen aber dennoch, mit diesem Beitrag verständlich gemacht zu haben, warum wir Sattha Akson Thai (und anfänglich RTGS) verwenden. Die Aussprache ergibt sich (allein) aus Sattha Akson Thai [สัดทะอักสอนไท] สัทอักษรไทย und RTGS bietet gelegentlich und insbesondere anfänglich eine Lesehilfe.