Archiv der Kategorie: Akson Thai

Thai-Devanagari-Sanskrit-Transliterationen

Ich möchte kurz ein paar Bilder und Links zur Veranschaulichung des Problems darstellen:

Kamchai Thonglo zu Akson Sanskrit:

Akson Sanskit

Eine Legende des Cologne Digital Sanskrit Lexicon (from Monier-Williams‘ ‚Sanskrit-English Dictionary‘) erläutert die Zusammenhänge (HK) so

Harvard Kyoto

Eine weitere, auf ClickThai veröffentlichte Tabelle fasst die Zusammenhänge Thai-Devanagari (Sprache Sanskrit) wie folgt zusammen:

Thai Devanagari IAST

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ภาษา พาเพลิน ระดับอนุบาล

ภาษา พาเพลิน ระดับอนุบาล

Phasa Phloen  Vor kurzem habe ich gelesen, dass es besser ist, regelmäßig täglich für 10 Minuten etwas zu üben, als sich kurz über mehrere Stunden zu quälen, um dann alles wieder zu vergessen.

Bin ich in Thailand, geht das mit dem Lesen, Schreiben und Sprechen eigentlich jeden Tag etwas besser. Das Problem ist nur, wenn man in Deutschland ist und nicht übt …

Ich habe mir jetzt also vorgenommen, jeden Tag mindestens 10 Minuten Thai zu widmen, um so in 10 Jahren fließend Thai zu sprechen, schreiben und lesen. Vielleicht gelingt es mir auch so, ab sofort, jeden Tag (?) etwas hier auf Aksara anwa Akson Thai zu posten.

Der Blog hier soll eigentlich dazu dienen, Interessierten im deutschsprachigen Raum das Lesen und Schreiben von Thai Schrift nahezubringen. Ich habe hier lange nichts mehr gepostet, darf aber fragen, wo denn das Interesse der Leser dieses Blogs zu suchen ist.

So, nach der Frage: Ich habe mir während des letzten Thailandurlaubs eine Bücherreihe (insgesamt 4 Büchlein) mit dem Titel

Phasa Ph

gekauft. Schön – nach Rückkehr hatte ich zunächst eimal das Probem zu lösen, wie denn diese Bücher heißen. Das mit dem Font ist schon etwas trickey … es steht da:

ภาษา (phasa)
พาเพลิน (pha phloen)
ระดับอนุบาล (radap anuban)
 In etwa „Sprache, die Spaß macht – Kindergartenniveau“
Würde hier Interesse bestehen, diese Kindergartenbücher, Seite für Seite, nach und nach, zu besprechen? Man kann so leicht seinen Wortschatz etwas aufbauen und durchaus dieses oder jenes diskutieren.
Ich würde mich über Rückmeldungen freuen:

Gibt es im deutschsprachigen Raum Interesse, Thai lesen und schreiben zu lernen?

ขอ ไข่ ในเล้า [ขอ4 ไข่1 ไน0เล้า3 ] kho khai nai lao

Kho Khai
Kho Khai

กอ เอ๋ย กอ ไก่
[กอ0 เอ๋ย4 กอ0 ไก่1]
ko oei ko kai
Das „Kochen“ heißt Ko vom Huhn

ขอ ไข่ (อยู่) ในเล้า
[ขอ4 ไข่1 (หฺยู่1)ไน0เล้า3]
kho khai (yu) nai lao

Das Kho vom Ei ist im Hühnerstall.

Details: Datenblatt Kho Khai

Entwurf

ขอ

In der sara o (o ang als “Tonträger” blau markiert, sara o – in Beziehung auf den Tonträger geschrieben – das heißt einem Konsonanten folgend – rot markiert) wird daher beim Aussprechen des kho khai () der Tonträger durch den Konsonanten ausgetauscht, was

(ko) ergibt.

Bei der Aussprache von (ko) sind die Tonregeln anzuwenden:

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Wie im  Datenblatt Ko Kai vermerkt, handelt es sich beim ko kai im einen อักษรกลาง [อัก1สอน4กฺลาง0] akson klang, einen mittleren Anfangskonsonanten, der im Datenblatt Ko Kai hellblau markiert ist, um diese Eigenschaft anzuzeigen.

Die sara o (-อ) ist der 16. Vokal (IPA: /ɔː/, also ein langes, offenes o) entsprechend Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) bzw. eine สระเดี่ยว หรือ สระแท้ (sara diao rue sara thae), ein Einzelvokal bzw. ein echter Vokal.

Eine lebende (”stimmhafte”) Silbe (คำเป็น [คำเป็น] kham pen) ist eine Silbe die

a) auf einem langem Vokal oder

b) einem der drei “Nasallaut” (ง, น, ม) oder

c) einen Halbvokal (ย, ว) endet

Eine tote (”stimmlose”)  Silbe (คำตาย [คำตาย] kham tai) ist eine Silbe die

a) auf einem kurzen Vokal oder

b) einem der drei “Verschlusslaute” (ก, ด, บ)  endet

Siehe auch S. 64 in

Die Silbe (ko) endet auf einem langen Vokal. Es ist also eine lebende Silbe (ohne Tonzeichen. Wir haben daher (siehe obenstehende Tabelle zur Tonhöhenbestimmung) eine lebende Silbe mit mittlerem Anfangskonsonanten ohne Tonzeichen vor uns.

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Wir haben hier also Tonhöhe 0 [กอ0], den เสียงเสมอ (siang samoe/ebenen Ton) vor uns.

เอ๋ย

Das เอ๋ย/oei in zweierlei Hinsicht schwierig

  • schwierig zu lesen:

Der Anfangskonsonant ist hier das o ang (อ). Als Anfangskonsonant ist o ang stumm und fingiert hier als “Tonträger” für einen Vokal, das (oe).  Die sara oe (-อ) ist der 18. Vokal (IPA: /ɤː/, also ein langes oe) entsprechend Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) bzw. eine สระเดี่ยว หรือ สระแท้ (sara diao rue sara thae), ein Einzelvokal bzw. ein echter Vokal. Es liegt hier zudem eine “Spezialschreibweise” vor die in Fußnote 10 des Dokuemnts Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) mit –>e.g. เลย /lɤːj/ loei” erläutert ist. D.h., wenn wenn die Sara oe von einem yo yak (ย) gefolgt wird, entfällt die tua o (Name des Zeichens, wenn es weder Anfangskonsonant noch sara o sondern Bestandteil eines aus mehreren Zeichen geschriebenen Vokals ist; siehe auch 1. Tabell in Sara Thai 3. Entwurf (Englisch): 21 “rup sara”). Also ๋อ + ย = อ๋= ๋ย = oei.

O ang (อ) als Angangskonsonant ist, wie das ko kai (ก) selbst, Angehöriger derอักษรกลาง [อัก1สอน4กฺลาง0] akson klang, was sich i.ü. schon aus dem verwendeten Tonzeichen (-๋), dem ไม้จัตวา mai chattawa, dem 4. Zeichen, ergibt. Das ไม้จัตวา [ไม้ จัดตะวา] mai chattawa kommt nur bei mittleren Aks zum Einsatz; siehe Tabelle.

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Wir haben hier also Tonhöhe 4 [เอ๋ย4], den เสียง จัตวา (siang chattawa/den 4. oder steigenden Ton) vor uns:

Graphische Darstellung der 5 thailändischen Tonhöheneverläufe von ClickThai
  • schwierig zu übersetzen

Bei เอ๋ย [เอ๋ย4] oei handelt sich um einen “netten Vokativ”, verwendet z.B. als “Ehrenbezeichnung” von kleinen Kinder. Wir haben daraus, in unserer Übersetzung “(XY) -chen heißt” gemacht.

กอ

Siehe Ausführungen zum ersten กอ.

ไก่

Die sara ai (ไ-) ist der 31.  Vokal (IPA: /aj/, ai) entsprechend Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) bzw. eine สระเกิน (sara koen), ein  “zusätzlichen Vokal bzw. ein “Konsonanten ähnlichen” Vokal. Der Name zusätlicher Vokal hebt auf die Eigenschaft ab, dass diese (ingesamt 8 ) Vokale allein aus phonetischen Gründen nicht erforderlich wären (im Gegensatz zu den 18 echten Vokalen und den 6 Diphtongen der thailändischen Sprache). Die Bezeichung “Konsonten ähnlicher” Vokal erläutert, dass das ไ- (IPA: /aj/, ai) einen Konsonanten enthält, da ไ- (IPA: /aj/, ai) phonetisch gleichwertig mit อะ+ย  (IPA: /aj/, ai), also einem kurzen a gefolgt von einem yo yak als Endkonsonant. Es ist zu beachten, dass das ไ- in Relation auf den Konsonanten vor dem Konsonanten geschrieben, jedoch hinter ihme gelesen bzw. gesprochen wird. Also nicht ไก่ = ai-k sondern k-ai. Tonzeichen stehen immer über dem – die Tonhöhe angebenden – Angangskonsonanten.

Das ko kai im Huhn (ไก่ [ไก่1] kai) ist ein mittlerer Anfangskonsonant. Ohne das verwendete Tonzeichen (-่), die Silbe endet … phonetisch … auf einem Halbvokal c) einen Halbvokal (ย, ), wäre die Silbe im ebenen Ton auszusprechen. Das verwendete Tonzeichen (-่), ไม้ เอก mai ek, das 1. Zeichen, ändert den ebenen Ton nach dem tiefen Ton, also ไก่ [ไก่1] kai.

กอ เอ๋ย กอ ไก่

[กอ0 เอ๋ย4 กอ0 ไก่1]

ko oei ko kai

Das „Kochen“ heißt Ko vom Huhn

กอ เอ๋ย กอ ไก่ [กอ0 เอ๋ย4 กอ0 ไก่1] ko oei ko kai

Ko Kai

Ko Kai

กอ เอ๋ย กอ ไก่

[กอ0 เอ๋ย4 กอ0 ไก่1]

ko oei ko kai

Das „Kochen“ heißt Ko vom Huhn

Details: Datenblatt Ko Kai

(((Obenstehendes animated gif wird hier mit freundlicher Genehmigung von ClickThai verwendet. Einen Dank an Theo Pitsch, ClickThai, den Lesekurs von ClickThai sowie an das Sprachforum von ClickThai)))

Wie jede indische Konsonantenliste beginnt auch die thailändische Konsonantenliste (พยัญชนะ [พะ3ยัน0ชะ3นะ3] Phayanchana) mit dem nicht aspirierten k. Alleinstehende Konsonanten werden in Thai immer (Ausnahme ณ ๒[นะ] na) mit einem langen offenen o (sara o, ออ) ausgesprochen.

กอ

In der sara o (o ang als „Tonträger“ blau markiert, sara o – in Beziehung auf den Tonträger geschrieben – das heißt einem Konsonanten folgend – rot markiert) wird daher beim Aussprechen des ko kai (ก) der Tonträger durch den Konsonanten ausgetauscht, was (ko) ergibt.

Bei der Aussprache von (ko) sind die Tonregeln anzuwenden:

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Wie im  Datenblatt Ko Kai vermerkt, handelt es sich beim ko kai im einen อักษรกลาง [อัก1สอน4กฺลาง0] akson klang, einen mittleren Anfangskonsonanten, der im Datenblatt Ko Kai hellblau markiert ist, um diese Eigenschaft anzuzeigen.

Die sara o (-อ) ist der 16. Vokal (IPA: /ɔː/, also ein langes, offenes o) entsprechend Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) bzw. eine สระเดี่ยว หรือ สระแท้ (sara diao rue sara thae), ein Einzelvokal bzw. ein echter Vokal.

Eine lebende („stimmhafte“) Silbe (คำเป็น [คำเป็น] kham pen) ist eine Silbe die

a) auf einem langem Vokal oder

b) einem der drei „Nasallaut“ (ง, น, ม) oder

c) einen Halbvokal (ย, ว) endet

Eine tote („stimmlose“)  Silbe (คำตาย [คำตาย] kham tai) ist eine Silbe die

a) auf einem kurzen Vokal oder

b) einem der drei „Verschlusslaute“ (ก, ด, บ)  endet

Siehe auch S. 64 in

Die Silbe (ko) endet auf einem langen Vokal. Es ist also eine lebende Silbe (ohne Tonzeichen. Wir haben daher (siehe obenstehende Tabelle zur Tonhöhenbestimmung) eine lebende Silbe mit mittlerem Anfangskonsonanten ohne Tonzeichen vor uns.

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Wir haben hier also Tonhöhe 0 [กอ0], den เสียงเสมอ (siang samoe/ebenen Ton) vor uns.

เอ๋ย

Das เอ๋ย/oei in zweierlei Hinsicht schwierig

  • schwierig zu lesen:

Der Anfangskonsonant ist hier das o ang (อ). Als Anfangskonsonant ist o ang stumm und fingiert hier als „Tonträger“ für einen Vokal, das (oe).  Die sara oe (-อ) ist der 18. Vokal (IPA: /ɤː/, also ein langes oe) entsprechend Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) bzw. eine สระเดี่ยว หรือ สระแท้ (sara diao rue sara thae), ein Einzelvokal bzw. ein echter Vokal. Es liegt hier zudem eine „Spezialschreibweise“ vor die in Fußnote 10 des Dokuemnts Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) mit –>e.g. เลย /lɤːj/ loei“ erläutert ist. D.h., wenn wenn die Sara oe von einem yo yak (ย) gefolgt wird, entfällt die tua o (Name des Zeichens, wenn es weder Anfangskonsonant noch sara o sondern Bestandteil eines aus mehreren Zeichen geschriebenen Vokals ist; siehe auch 1. Tabell in Sara Thai 3. Entwurf (Englisch): 21 „rup sara“). Also ๋อ + ย = อ๋= ๋ย = oei.

O ang (อ) als Angangskonsonant ist, wie das ko kai (ก) selbst, Angehöriger derอักษรกลาง [อัก1สอน4กฺลาง0] akson klang, was sich i.ü. schon aus dem verwendeten Tonzeichen (-๋), dem ไม้จัตวา mai chattawa, dem 4. Zeichen, ergibt. Das ไม้จัตวา [ไม้ จัดตะวา] mai chattawa kommt nur bei mittleren Aks zum Einsatz; siehe Tabelle.

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Wir haben hier also Tonhöhe 4 [เอ๋ย4], den เสียง จัตวา (siang chattawa/den 4. oder steigenden Ton) vor uns:

Graphische Darstellung der 5 thailändischen Tonhöheneverläufe von ClickThai
  • schwierig zu übersetzen

Bei เอ๋ย [เอ๋ย4] oei handelt sich um einen „netten Vokativ“, verwendet z.B. als „Ehrenbezeichnung“ von kleinen Kinder. Wir haben daraus, in unserer Übersetzung „(XY) -chen heißt“ gemacht.

กอ

Siehe Ausführungen zum ersten กอ.

ไก่

Die sara ai (ไ-) ist der 31.  Vokal (IPA: /aj/, ai) entsprechend Sara Thai 3. Entwurf (Englisch) bzw. eine สระเกิน (sara koen), ein  „zusätzlichen Vokal bzw. ein „Konsonanten ähnlichen“ Vokal. Der Name zusätlicher Vokal hebt auf die Eigenschaft ab, dass diese (ingesamt 8 ) Vokale allein aus phonetischen Gründen nicht erforderlich wären (im Gegensatz zu den 18 echten Vokalen und den 6 Diphtongen der thailändischen Sprache). Die Bezeichung „Konsonten ähnlicher“ Vokal erläutert, dass das ไ- (IPA: /aj/, ai) einen Konsonanten enthält, da ไ- (IPA: /aj/, ai) phonetisch gleichwertig mit อะ+ย  (IPA: /aj/, ai), also einem kurzen a gefolgt von einem yo yak als Endkonsonant. Es ist zu beachten, dass das ไ- in Relation auf den Konsonanten vor dem Konsonanten geschrieben, jedoch hinter ihme gelesen bzw. gesprochen wird. Also nicht ไก่ = ai-k sondern k-ai. Tonzeichen stehen immer über dem – die Tonhöhe angebenden – Angangskonsonanten.

Das ko kai im Huhn (ไก่ [ไก่1] kai) ist ein mittlerer Anfangskonsonant. Ohne das verwendete Tonzeichen (-่), die Silbe endet … phonetisch … auf einem Halbvokal c) einen Halbvokal (ย, ), wäre die Silbe im ebenen Ton auszusprechen. Das verwendete Tonzeichen (-่), ไม้ เอก mai ek, das 1. Zeichen, ändert den ebenen Ton nach dem tiefen Ton, also ไก่ [ไก่1] kai.

กอ เอ๋ย กอ ไก่

[กอ0 เอ๋ย4 กอ0 ไก่1]

ko oei ko kai

Das „Kochen“ heißt Ko vom Huhn

Von Ko Kai nach Ho Nok Huk

Thai mit Keyboard schreiben

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, einen Text in Thaschrift zu erstellen – ohne selbst ein Thai-Keyboard zu benutzen.

a) Temporärer Switch des (Deutschen) Keyboards zu einem Thai-Keyboard durch die Windows-Systemsteuerung, Tastaturumschaltung

Dieser Weg ist mit einer der elegantesten und man kann so (mit oder ohne Tastaturaufklber) einfach ein deutsches Keyboard benutzen. Die erforderlichen Einstellungen (für Windows XP) sind u.E. am besten und anschaulichsten bei bei Siam Info beschrieben. Wir empfehlen an sich die erläuterte Sprachunterstützung Thai vorzunehmen, wenn man ernsthaft Thaischrift (Lesen und Schreiben) erlernen will – und sich die folgende Thaitastaturbelegung auszudrucken und einfach neben die eigene Tastatur legen — besser als Tastaturaufkleber:

Thai Tastaturbelegung (Jedmanee)

Thai Tastaturbelegung (Kedmanee); zum Vergrößern bitte anklicken

b) virtuelle Keyboards

Bei virtuellen Keyboards kann man weiter unter on-und off-line Keyboards unterscheiden. Die Vor- und Nachteile liegen darin, dass man bei off-line Keyboards zusätzliche Software installieren muss, virtuell online Keyboards sind je nach Server und Geschwindigkeit der eigenen Internetverbindung etwas langsam.

Als virtuelles off-line Thai Keybords möchten wir die Software von Kikiat/Mr Kwai empfehlen.

Als virtuelles on-line Thai Keybords halten wir die von Wandel Hansen angebotene Lösung als die überzeugendste.

Thai mit der Hand schreiben

Es mag sein, dass man selbst in der eigenen Muttersprach immer seltener in die Verlegenheit kommt, mit der Hans zu schreiben. Wir möchten dem Thai-Schrift Anfänger dennoch besonders ans Herz legen, sich mit dem Problem als solchem zu befassen. Ein wichtiger Punkt ist der, dass sich einzelne Thaizeichen nur geringfügig unterscheiden. Z.B. unterscheiden sich kho khwai (ค)  und do dek (ด) allein durch die Richtung (im bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn), in der der „innere Kringel“ angesetzt wird:

Kho Khwai, das Kho vom Büffel

Kho Khwai, das Kho vom Büffel

Do Dek, das Do vom Kind

Do Dek, das Do vom Kind

Thailändische Kinderbücher verwenden zum Einüben des handschriftlichen Schreibens liniertes Papier, zunächst 5 Linien, später nur noch 2 (Ober- und Unterlinie). Da das 5-zeilige System auch von ClickThai angewendet wird, dürfen wir den Download Lernmaterialien von ClickThai, insbesondere die Arbeitsblätter Konsonanten und Arbeitsblätter Schreibübungen besonders empfehlen.

Wir verwenden für unseren Leskurs (zum Schreiben) ein ähnliches, auf 5 Zeilen beruhendes System (siehe  Word Dokument ko kai).

Die Legende des Word Dokument ko kai ist wie folgt:

1. Zeile: Nummer des Konsonanten, Konsonant (in Akson Thai), Merkwort nach RTGS romanisiert

2. Zeile: Mersatz in Akson Thai, Satttha Akson Thai (+ Angabe der Tonhöhe als hochgestellt Zahl), Merksatz in RTGS.

3. Zeile: Merksatz in Deutsch übersetzt.

4. Zeile: Der Eintrag des Wörterbuchs des Königlichen Instituts (RID) zum jeweiligen Konsonanten (grammatikalische Erläuterung)

Zeile 5-7: Unicode Wert des Konsonanten, Tastaturbelegung auf einer deutschen Tastatur (hardware) nach temporären Switch auf eine Thaitastatur (sotware switch), s.o.), Klassenzugehörigkeit des Anfangskonsonanten.

Legende der Tabelle:

Ak Kosonant farblich entsprechend seiner Klassenzugehörigkeit als Anfangskonsonant unterlegt,

Ak (Sattha) Transkription des Konsonanten als Anfangskonsonant in Sattha Akson Thai,

Ek (Sattha) Transkription des Konsonanten als Endkonsonant in Sattha Akson Thai,

IPA phonetischer Wert entsprechend dem internationalen phonetischen Alphabet (in Klammern der phonetische Wert als Ek),

RTGS Wert nach Romanisierung entsprechend RTGS,

Devanagari Entsprechund, soweit vorhanden, in Devanagari,

H-K Transliteration des Devanagari-Konsonanten (soweit vorhanden) nach Harvard-Kyoto,

Lao Entsprechund, soweit vorhanden, in Tua Lao.

Mit Hilfe des Dokumentes Sara Thai 3. Entwurf (Englisch), der Tonregel und der Diskussion jedes einzelnen Konsonanten (siehe Word Dokument ko kai) werden wir (in ca. 44 Tagen?) zumindest lernen, den Ko Kai Song

mitsingen und  auch verstehen zu können.

So, jetzt wollen wir aber anfangen, mit dem Ko Kai!

Von Hor Hook nach Ko Kai

Beim Anklicken des einzelnen Konsonantenzeichen öffnet sich ein Flash von Hor Hook

Da wir obenstehende Graphik, das Phayanchana Thai, häufiger benötigen werden und es  uns von „Hor Hook ฮ. ฮูก“ entliehen“ haben, sollten wir Hor Hook hier unbedingt etwas bewerben:

นก เงือก Der Nashornvogel von Hor Hook

Hor Hook
elektronische Bücher von Hor Hook: Das ideale Instrument, gesprochenes und geschriebenes Thai zusammenzubringen!

Beim Anklicken obenenstehender Graphik öffnet sich ein elektronisches Buch von Hor Hook – der Nashornvogel (นก เงือก [นก เงือก] nok gnueak);  siehe hierzu RIDเงือก น. ชื่อนกในวงศ์ Bucerotidae ส่วนใหญ่ลําตัวสีดํา ปากใหญ่ อยู่รวมกัน เป็นฝูงในป่าลึกเวลาบินเสียงดังมาก ขณะตกไข่ตัวเมียจะอยู่ในโพรงไม้ แล้วใช้เศษอาหารและอุจจาระปิดปากโพรงไว้ เหลือรูพอที่ตัวผู้จะหา อาหารมาป้อนให้ขณะกกไข่และเลี้ยงลูกอ่อนได้ ร้องเสียงดังมาก กิน เนื้อสัตว์และผลไม้ มีหลายชนิด เช่น เงือกกรามช้าง (Rhyticeros undulatus) เงือกหัวแรด (Buceros rhinoceros) แก๊ก (Anthracoceros albirostris)).

Nach zweimaligen Umblättern durch Bedienen des Knopfes หน้าต่อไป/na to pai/ bitte umblättern (unten rechts) öffnet sich oben stehende Abbildung als „fully animated flash“. Hinter den rot unterlegten und unterstrichenen Begriffen verbergen sich weitere Multimedia-Files.

Durch Drücken des Knopfes ฟังเนื้อเรื่อง /fang nuea ruean/den Inhalt der Geschichte anhören (rechts oben das Blatt) wird das ganze vertont bzw. vorgelesen. Beim Vorlesen wird zudem der Text fortlaufend rot unterlegt, so dass man genau die Stelle verfolgen kann, an der gerade vorgelesen wird.

นก เงือก, der Nashornvogel … unser uneingeschränkter Liebling. Wir möchten aber noch auf einige andere Nutzungsmöglickeiten von Hor Hook aufmerksam machen:

  • Ebooks: eine Sammlung, mit dem Nashornvogel vergleichbarer Multimediabücher u.a. über den menschlichen Köper (etc. etc.).
  • Illustriertes Gemüse (Thai-Englisch mit Abbildung)
  • Vertonte Märchen/Geschichten. กาลครั้งหนึ่งนานมาแล้ว … Es war einmal … Diese Sektion ist besonders zu empfehlen, wenn man das Übersetzen einüben möchte und zugleich die Geschichte in thailändischer Muttersprache sich anhören möchte. Sehr empfehlenswert.

Der Server von Hor Hook ist leider etwas langsam (und gelegentlich gar nicht zu erreichen). Dennoch – einfach mal durchblättern. Es macht viel Spaß, wenn man ein klein wenig Thai lesen kann.

Neben Hor Hook wollen wir noch auf Dek geng (das brave Kind) aufmerksam machen, dessen Übungsmaterialien wir auch hier im weiteren Verlauf des Thaikurses verwenden werden. Die Konsonanteneinübungs- und Prüfungs-Flashs sind auf einem anderen Server (mit deutscher Bedienungsanleitung) zusammengefaßt.

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Das leidige Thema: Transliteration, Transkription, Romanisierung und „Umschriften“ – kann man das essen?

Wir wollen Thaischrift aber keine Umschriften erlernen!

Der Suvarnabhumi-ier Flughafen

Der Suvarnabhumi-er Flughafen bzw. wo geht's hier nach Suwannaphum?

สุวรรณภูมิ, das goldene Land. Siam-Thailand.

Nur wie ließt man das?  So wie auf linksstehendem Straßenschild? Suvarnabhumi? Nein!

Wir wollen Thaischrift lesen lernen. Zum Lesen Lernen von สุวรรณภูมิ gehört nicht allein die  Frage, wie man es ausspricht. Transliterationen, Transkriptionen und Romansierungen erfüllen verschiedene Zwecke und stehen je nach Zweck mehr oder weniger im Zusammenhang mit der Aussprache.

Unter Transliteration wird in der Regel die Übertragung eines in einer Schrift geschriebenen Wortes/Textes  in eine andere Schrift verstanden. Die Übertragung sollte im Idealfall umkehrbar sein. Als Beispiel für ein derartiges Transliterationssystem könnte das Morsealphabet dienen.

Die an sich weit geltende aber praktisch nicht verwendete Transliterationsnorm für Thaischrift (in lateinische Schrift) ist die ISO Norm 11940.

Die Anwendung dieser Norm auf สุวรรณภูมิ –> s̄uwrrṇp̣hūmi zeigt auf, warum diese Norm praktisch (auch z.B. bei oben abgebildeten Straßenschild) keine Anwendung findet.

Unter Transkription wird in der Regel das Fixieren eines Lautes, Wortes oder Gesrpächs in einer Schrift verstanden. Als Beispiele für eine Transkription könnten die Notenschrift, das handschriftliche Aufzeichnen der Sprache eines noch unerforschten Stammes durch einen Linguisten in IPA (International Phoentic Alphabet) oder die stenographische Mitschrift einer Gerichtsverhandlung durch einen Gerichtsschreiber dienen. Ebenso wie die Notenschrift eines Komponisten wollen wir nicht nur das Festhalten sondern auch das normative Vorschreiben bzw. Empfehlen von Lauten unter einer Transkription verstehen.

Unter Romanisierung wiederum wird eine Umschrift einer nicht in lateinischen Lettern geschriebenen Schrift in lateinische Letter verstanden. Romanisierung ist in der Regel bei Eigennamen erforderlich, insbesondere im Rahmen der Tagesberichterstattung zu Ereignissen in fernen Ländern und Kontinenten. Romanisierung erfolgt in der Regel entsprechend den Leseregeln der Sprache, in die romanisiert wird (siehe z.B. die Romanisierung des Namens Gorbatschow in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch etc.). Romanisierung soll die tatsächliche Aussprache in der Ursprungssprache annähernd  in der Zielsprache wiedergeben. Die romanisierte Schreibweise nimmt die Leseregeln in der Zielsprache zur Kenntnis.

Der diametral entgegengestzte Vorgang zur Romanisierung ist in Thai ทับศัพท์ [ทับสับ] thapsap – das Schreiben in nicht-Thaischrift geschriebener Begrifflichkeiten in Thaischrift, eine „Umschrift“ nach überwiegend phonetischen Aspekten.

Sollte man Umschriften erlernen?

Als Anfänger sieht man sich häufig mit einer sehr hohen Zahl an gut gemeinten Umschriften konfrontiert. Als Anfänger ist man zwar auf irgendeine Form der „Umschrift“ angewiesen. Wir  möchten jedoch aus eigener Erfahrung eindringlich davor warnen, unnötig viel Zeit für das Verständnis unterschiedlicher Umschriften zu verlieren. Man verliert nur Zeit!

Wir wollen hier lediglich „Umschriften“ erläutern, die auch im thailändischen Alltag eine nachvollziehbare Rolle spielen:

1. Transliteration

Transliteration spielt auf 2 sehr unterschiedlichen Ebenen eine sehr wichtige Rolle:

a) Palisanskrit-Entlehnungen in Thai

Zum (aktuellen, gegenwärtigen) „Stellenwert von Pali und Sanskrit in der Wortprägearbeit des königlichen Instituts Thailands“ wird auf gleichnamige wissenschaftliche Hausarbeit zur Erlangung des akademischen Grades einer Magistra Artium der Universität Hamburg von Susanne Götz hingewiesen. Diese im Jahre 2007 verfasste „Hausarbeit“ (Dissertation) zeigt auf, dass bei der Wortprägung in Thailand insbesondere von wissenschaftlichen und politischen Begrifflichkeiten Pali und Sanskrit, insbesonder Sanskrit, (neben Englisch) nach wie vor eine herausragende Rollen spielen. Das Entlehnen geschieht durch Transliteration geschriebener Wortneuschöpfungen (aus in der Regel in Devanagari geschriebenen Sanskrit bzw. Pali Worten). Auf diese werden  dann die thailändischen Ausspracheregeln angewandt. Diese Transliteration ist (relativ) einfach umkehrbar (siehe hierzu Akson Sanskrit, 2. Entwurf).

b) Transliteration von สัทอักษรไทย  Sattha Akson Thai = Romanisierung entsprechend den Regeln des königlichen Instituts (=RTGS= Royal Thai General System)

Das königliche Institut hat Romanisierungsregeln veröffentlicht, die auf geographische Begriffe anzuwenden sind.

Diese Regeln sind ausnahmslos für Schriftthai entwickelt worden bzw. scheinbar (s. weiter u.) auf Schriftthai anzuwenden. Die Publikationen erfolgten jedoch unter dem ausdrücklichen Hinweis, dass „entsprechend der Aussprache zu romanisieren sei“. Wie bereits erläutert, richten sich Romanisierungen in der Regel nach der Aussprache – der Aussprache in der Zielsprache. Bei Thai ist das anders. Romanisierung (nach RTGS) richtet sich nach der Aussprache im Ausgangsland (also in Thai), genaugenommen nach der Ausspracheempfehlung des königlischen Instituts, Sattha Akson Thai – welches transliteriert wird.

Romanisierung nach RTGS ist Transliteration von Sattha Akson Thai (siehe auch weiter unten).

Diese Transliteration ist jedoch nicht einfach umkehrbar. Sie gibt jedoch die Aussprache dann wieder, wenn gleichzeitig Thaischrif vorhanden ist.

2. Transkription

a) Transkription von Thaischrift (Akson Thai) in Thailautschrift (Sattha Akson Thai)

Thaischrift – eine (Brahmi) Schrift, mit der eine tonal Sprache geschrieben wird – gibt relativ genau die Aussprache wieder. Wir veranschaulichen uns, dass es 44 geschriebene (Graphem) aber nur 21 (bzw. 20, wenn wir das nicht gesprochene o ang abziehen) gelesene (Phonem) Konsonanten in Thai gibt. Allein dadurch wird verständlich, dass man Thai auch „einfacher“ schreiben könnte, soweit man lediglich die Aussprache widergebeben möchte (vergl. auch die Tabelle ThaiThaiThai mit 30 verschiedenen Schreibweisen des Wortes Thai [ohne Ton- und Sonderzeichen], hinter der sich jedoch lediglich 4 unterscheidbare Aussprachen verbergen). Daher wird Sattha Akson Thai, das einen deutlich reduzierten Thaizeichensatz verwendet (es kommt ein einziges, sehr hilfreiches Zeichen, das phinthu (พินทุ), hinzu), auch gern als „simplyfied“ Thai umschrieben. Thaischrift ist jedoch, trotz (oder wegen) des komplexen Zeichensatzes keineswegs eindeutig. Dies trifft insbesondere auf mehrsilbige Palisanskritlehnworte zu. Sattha Akson Thai stellt diese Eindeutigkeit her. Sowohl die Silbentrennung als auch die Tonhöhe ist in Sattha Akson Thai immer (mit sehr speziellen Ausnahmen, auf die wir gelegentlich noch eingehen werden) eindeutig.

Die Umschrift von Akson Thai in Sattha Akson Thai ist eine Transkription, da sie nach phonetischen Gesichtpunkten erfolgt.

b) Transkription von Thaischrift, Akson Thai, in IPA (Internationales Phonetisches Alphabet) und andere, regionale Lautschriften

Eigentlich könnte man Thai – bzw. Thailautschrift (Sattha Akson Thai) auch unter Verwendung lateinischer Buchstaben transkribieren. Das dafür vorgesehene internationale Instrument wäre eigentlich IPA. Für die Umsetzung von – man beachte dies – Thailautschrif in IPA – gibt es keine festen Regeln. Es handelt sich jedoch ausnahmslos um Transliteration von Sattha Akson Thai in lateinische Buchstaben unter der Verwendung von Diakriten, die sehr nachvollziebaren Regelmäßigkeiten folgt. In der Regel generieren moderne Buchautoren IPA oder eine andere im Buch (oder auf der Homepage) verwendete Lautschrift vermittels (Computer-) Algorithmen aus SATTHA AKSON THAI!

c) Thapsap – die phonetische Transkription von in z.b. lateinischer Schrift geschriebenen Begriffen (Fremdworte, Lehnworte) in Thaischrift

Wir werden auf das Thema gesondert eingehen und wollen nur darauf hinweisen, dass es für die meisten Europäischen Sprachen jeweils eigene Thapsap Regeln des königlichen Instituts (RI) gibt. Die thapsap (ทับศัพท์; zur Begrifflichkeit siehe Götz S.) Regeln für Deutsch sind hier verlinkt (das Laden des Dokuments benötigt jedoch seine Zeit).

3. Romanisierung (nach RTGS)

Wir möchten hier einen klaren Unterschied zwischen der Romanisierung entsprechend den Regeln des königlichen Instituts und Lautschriften ziehen. Romanisierung nach RTGS ist, wie bereits erläutert, nicht an der Aussprache einer Zielsprache (z.B. Deutsch, Englisch, Latein, Italienisch etc.) ausgerichte. Vielmehr ist sie das logische Ergebnis von zwei aufeinander folgenden Schritten:

  1. Der Transkription von Akson Thai in Sattha Akson Thai
  2. Der Transliteration von Sattha Akson Thai in einen lateinischen Zeichensatz (ohne Verwendung von Diakriten)

Wir wollen uns die Abfolge dieser beiden Vorgänge etwas genauer ansehen und werfen dazu einen Blick in die Liste der geographischen Namen, bei der Romanisierung nach RTGS zur Anwendung gelangt.

CHANGWAT AMNAT CHAROEN จังหวัดอำนาจเจริญ

Nehme wir uns den Report on the Current Status of United Nations Romanization Systems for Geographical Names: Thai zu Hilfe. Wir wollen einmal das Wort เจริญ nach RTGS romanisieren:

Das erste Zeichen ( ) im Wort เจริญ kommt im Report on the Current Status of United Nations Romanization Systems for Geographical Names: Thai in der Tabelle der „Vocalic Nuclei … (2. Tabelle des Dokuments)“ u.a. in den „Kernen“ 16 (e), 23 (o), 25 (oe), 26 (oe), 27 (oe), 28 (ia), 29 (ia), 30 (uea), 31 (uea), 40 (ao), 45 (oei), 46 (ueai), 49 (eo), 50 (eo) und 53 (iao) vor.

Das 2. Zeichen () ist ein Konsonant, Nr. 10 der Konsonantentabelle und wird als Anfangskonsonant als ch romanisiert.

Das 3. und 4. Zeichen (ริ) werden von einem Konsonanten, über dem ein Vokalzeichen steht, gebildet. Das Konsonantenzeichen ist die Nr. 35 und wird r als Anfangskonsonant bzw. n als Endkonsonant romanisiert. Das über dem r stehende Vokalzeichen kommt in der 2. Tabelle als „Bestandteil der Vokalkerne“ 7 (i), 26 (oe) und 48 (io) vor.

Der Punkt ist hier, dass das 2. Vokalzeichen mit dem ersten ( ) überlappend sein könnte … aber nur wenn das 2. Vokalzeichen über dem ersten (und nicht wie hier dem 2.) Konsonanten stehen würde (siehe Vokalkern Nr. 26).

Das 5. Zeichen () ist die Nr. 13 aus der Konsonatenliste und wird r als Anfangskonsonant bzw. n als Endkonsonant romanisiert.

Also Cherin!

เจริญ wird aber Charoen romanisiert!

Warum? Wir haben eine Romanisierungregel von RTGS vergessen: Es wird „entsprechend der (thailändischen) Aussprache“ romanisiert! Nur, wo bekommen wir die Aussprache her … und warum so viele Romanisierungsregeln wenn man sich – zum Romanisieren von Thai – die Aussprache anhören muss?!

Die „Aussprache“, besser die Lesung, muss man sich nicht anhören. Man kann diese vielmehr (meistens) in einem Thai-Thai Wörterbuch wie RID nachschlagen:

เจริญ [จะเริน]

Jetzt wird es eindeutig:

Konsonat Nr. 10 (ch) + Vokal 1 (a) + Kosonant Nr. 35 (r) + Vokal Nr. 26 (oe) + Konsonant Nr. 25 (n). Charoen

Das Beispiel veranschaulicht hoffentlich 3 Dinge:

  1. In Wirklichkeit wird Sattha Akson Thai und nicht Akson Thai romanisiert. Die Romanisierungsregeln von RTGS beziehen sich auf Sattha Akson Thai auch wenn dort Konsonanten und Vokale besprochen werden, die nur in Akson Thai, nicht aber in Sattha Akson Thai vorkommen.
  2. Sattha Akson Thai macht erst das richtige Lesen im Sinne von Vorlesen bzw. richtiger Aussprache (incl. Silbentrennung etc.) möglich! Dementsprechend sollte man Tonhöhenregeln nur auf Sattha Akson Thai anwenden.  I.ü. sind Fragen wie „welche Tonhöhe hat das Thaiwort ภรรยา (die Ehefrau) reichlich unsinnig: Das Wort ภรรยา [พันยา, พันระยา], Phan-ya bzw. Phan-ra-ya hat zwei (jeweils völlig korrekte) Ausprachen, eine zweisilbige und eine dreisilbige. Tonhöhenregeln gelten für Silben und nicht für „Worte“. Daher bitte – wann immer möglich – zur Tonhöhenbestimmung das Wort erst in Sattha Akson Thai aufschreiben (das ist auf die Dauer ökonomischer, als „merkwürdige Tonregeln“ für Akson Thai zu erlernen, die häufig – manchmal leider nicht entscheidend häufiger als in 50% der Fälle – zutreffen und in den vielen anderen, dann frustrierenden, Fällen eben nicht)
  3. Hat man Sattha Akson nicht zur Hand, hilft RTGS beim Lesen.

Soweit Punkt 2 nicht sofort verstanden wird, kehren wir nochmals zu folgendem Straßenschild zurück:

Der Suvarnabhumi-ier Flughafen

Der Suvarnabhumi-er Flughafen bzw. wo geht's hier nach Suwannaphum?

Chon Buri (ชลบุรี) ist vollständig und richtig nach RTGS romanisiert. Da dies so ist, können wir uns Sattha Akson Thai – und damit die richtige Aussprache und Tonhöhe – direkt daraus ableiten: [ชน บุ รี]. Auf das in eckiger Klammer stehende können wir noch die Tonhöhenregeln anwenden … und schon sprechen wir perfekt Thai (kein Vokal zwischen 2 Konsonanten in einer Silbe ist „Vokalkern Nr. 21“, also ein o). ชน = Chon mit kurzem, geschlossenem o im neutralen Ton. บุ = bu mit kurzem u und im tiefen Ton, รี = ri mit langem i und im neutralen Ton: Chonburi.

Suvarnabhumi Airport (ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ) ist eine Mischung aus Übersetzung ins Englische (ท่าอากาศยาน—>Airport) und Transliteration eines auf dem Straßenschild nicht stehenden Sanskritwortes (สุวรฺณภูมิ).

Was es definitiv nicht ist: Ein nach RTGS romanisiertes Wort (bzw. entsprechend kombinierte Wörter). ท่าอากาศยานสุวรรณภูมิ wäre in Sattha Akson Thai [ท่าอากาดยาน สุวันนะพูม] und wird dementsprechend auch in Thailand so ausgesprochen. Romanisiert ergibt dies Tha-Akatyan Suwannaphum.

Wir wollen damit alle Diskussionen um verschieden Umschriften abschließen und mit dem Erlernen der Thaischrift (aber nicht deren „Umschriften“) beginnen. Wir hoffen aber dennoch, mit diesem Beitrag verständlich gemacht zu haben, warum wir Sattha Akson Thai (und anfänglich RTGS) verwenden. Die Aussprache ergibt sich (allein) aus Sattha Akson Thai [สัดทะอักสอนไท] สัทอักษรไทย und RTGS bietet gelegentlich und insbesondere anfänglich eine Lesehilfe.

Wie lernt man Thaischrift und was sollte beim Erlernen beachtet werden?

Siehe auch A Book Review: หลักภาษาไทย (Principles of the Thai Language); Lak Phasa Thai (หลักภาษาไทย) von Kamchai Thonglo (กำชัย ทองหล่อ).

 กำชัย ท�งหล่� Autor der หลักภาษาไทย

กำชัย ทองหล่อ Autor der หลักภาษาไทย

อักษรไทยปัจจุบันแบ่งออกเป็น ๔ ชนิด :-
สระ พยัญชนะ วรรณยุกต์ และ เลข

[อักสอน ไท ปัดจุบัน แบ่ง ออก เป็น ๔ ชะนิด :-
สะหฺระ พะยันชะนะ วันนะยุก และ เลข]
akson Thai patchuban baeng ok pen 4 chanit:-
sara, phayanchana, wannayuk lae lek

Das Thaischriftsystem der Gegenwart besteht aus 4 Elementen:
Vokale, Konsonanten, Tonzeichen und Ziffern.

Was sollte man beim Erlernen der Thaischrift beachten?

Die Anzahl von 4 Tonzeichen und 10 Ziffern ist nicht das Problem des Memorierens der 4 Elemente des Thaischriftsystems. Es ist die Anzahl der 44 Konsonanten und der 32 Vokale.

Das erste, was auch thailändische Vorschulkinder erlernen, sind die 44 Konsonanten. Sehen wir uns das doch einmal kurz an:

Die 44 Konsonanten – in der lexikalischen Reihenfolge – werden mit Hilfe eines Merkwortes (ก ไก่ ko kai das k vom Huhn; ข ไข่ kho khai das kh vom Ei etc.) erlernt. Diese Merkworte sind ganz wichtig! Sie werden später immer wieder zum Buchstabieren benötigt. Die Merkworte sind Gegenstände, in denen der Konsonant vorkommt – in der Regel als 1. Konsonant oder doch zumindest als Anfangskonsonant einer Silbe.

Die beiden Konsonanten

พยัญชนะตัวที่ ๓ เป็นอักษรสูง ปัจจุบันเลิกใช้แล้ว.

พยัญชนะตัวที่ ๕ นับเป็นพวกอักษรต่ำ แต่ปัจจุบันนี้เลิกใช้แล้ว.

kommen praktisch nur (noch) in den Kinderbüchern (und als Platzhalter in Wörterbüchern, da es kein thailändisches Wort mit diesen Konsonanten mehr gibt) vor, werden miterlernt, werden jedoch durch ข (ฃ) bzw. ค (ฅ) im Alltag ersetzt.

„Korrekte“ Rechtschreibung des Merkwortes ฃ ฃวด (kho khuat, die Flasche) ist also ฃ ขวด, die des Merkwortes ฅ ฅน (kho khon; der Mensch) ฅ คน.

Zusätzlich könnten wir zu den Merkworten auch die Merksätze, wie in untenstehender Abbildung dargestell, erlernen:


Die Anfangskonsonanten mit Klasse (blau mittel, ro hoch, gelb tief) und den Merksätzen

Die Anfangskonsonanten mit Klasse (blau mittel, rot hoch, gelb tief) und den Merksätzen

Es wird um Beachtung gebeten, dass es keine Variabilität der Merkworte, sehr wohl jedoch unterschiedliche Versionen von Merksätzen gibt; siehe hierzu z.B. Clickthai : Beim ko kai sagt die Sprecherin in „Zentralthai“ กอ เอ๋ย กอ ไก่ ko oei ko kai während der dort gelehrte Merksatz กไก่ตัวใหญ่  ko kai tua yai lautet.

Eine vollständig vertone Übersetzung der Merksätze in englischer Sprache findet sich (u.a.) auf Women Learning Thai.

Für den deutschen Sprachraum ist die sehr, sehr sorgfältig und aufwendig erarbeitete Konsonantenliste von ClickThai äußerst empfehlenswert.

Das links abgebildete Ko Kai – in fünfzeiliger Darstellung (wir kommen darauf zurück) – als animated Gif gibt einen Einblick in diesen herausragende Teil von ClickThai.

Zum Verständnis der Merksätze sind jedoch noch ein wenig Grammatikkenntnisse (einschließlich der Kenntnis von Vokalen und Tonzeichen sowie Tonregeln) erforderlich, so dass es nicht der ideale Einstieg ist, sich sofort mit den Merksätzen zu befassen. Wir wollen dennoch erneut darauf hinweisen, dass es essentiell ist, sich mit der Zeit die Merkworte (zum Buchstabieren) sowie deren lexikalische Reihenfolge (zum Nachschlagen in einem Thai-Thai-Wörterbuch wie das RID) einzuprägen.

Wir können uns aber schon jetzt das Ziel setzen, den Ko Kai Song bald mitsingen und  auch verstehen zu können. Hören wir doch mal kurz hinein:

Bis zum Verstehen des Ko Kai Songs ist es aber noch ein Stück des Weges. Eine etwas „typischere“ Lernmethode ist in nachfolgendem Video dargestellt:

Wir wollen kurz zwei Dinge an dem Video kritisch anmerken (da das Vermittelte nicht ganz im Einklang mit der thailändischen Lehre steht):

  1. Akson Thai läßt sich nicht gut mit Alphabet (wie im Video geschehen) übersetzen. Die Thaischrift ist Teil des südostasiatischen Zweigs der Brahmi-Schriften und somit eine Abugida. Dargestellt (und dies durchaus sehr gut) wird vom Autor lediglich das Phayanchana, die Konsonantenliste — und nur diese. Das Alphabet, alpha beta, ist eine einheitliche Liste von Konsonanten und Vokalen.
  2. Die im Video zuletzt genannten „Zusatzzeichen“, die im „Alphabet“ eingeordnet werden, sind nach thailändischer Lehre Vokale (die allerdings bei der lexikalischen Sortierreihenfolge wie ein Konsonant berücksichtigt werden).

Was an dem Video zu beachten ist, sind drei Aspekte, die bei jedem Konsonant berücksichtigt (bzw. miterlernt??) werden müssen:

  1. Der Lautwert als Anfangskonsonant
  2. Der Lautwert als Endkonsonant
  3. Die Klasse des Konsonanten als Anfangskonsonant

Wir meinen, dass wir dieses komplexe Wissen nicht unbedingt in einem Schritt erlernen müssen, zumal es sich hier zuächst um rein phonetische Phänomene handelt. Wir meinen zudem, dass wir uns zunächst, ehe wir uns mit สัทอักษรไทย (Sattha Akson Thai), Thailautschrif, „simplyfied Thai“ befaßt haben (siehe vorläufig zur Begrifflichkeit: สัทอักษรไทย  Sattha Akson Thai), dass wir hier etwas viel Balast auf uns laden: „Phonetische Anfangskonsonanten“ gibt es in Thai lediglich 21, „phonetische Endkonsonanten“ lediglich 8, so dass wir uns vielleicht erst mit den „Simplifizierungsregeln“ von „simplyfied Thai“ befassen, ehe wir alle im obigen Video dargestellten 3 Eigenschaften der 44 Konsonanten einzeln erlernen.

Wichtig ist jedoch die Klassenzugehörigkeit des Anfangskonsonanten, da diese das wichtigste Kriterium zur Tonhöhenbestimmung ist. Untenstehende Abbildung faßt in tabellarischer Form die Tonhöhenregeln zusammen:

Der Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Thaischrift

Ohne an dieser Stelle tatsächlich schon die Tonhöhenregeln anzusprechen, wollen wir uns dennoch an obenstehender Abbildung veranschaulichen, dass das Wissen um die Klassenzugehörigkeit des Anfangskonsonanten essentiell für die tonale Sprache Thai ist.

Wie prägt man sich das ganze aber nur ein?

Wir glauben, dass ein entscheidender Schritt beim Erlernen von Ko Kai Kho Khai (bzw. des Phayanchana, พยัญชนะ [พะยันชะนะ], d.h. der Konsonantenliste) ist, ein wenig historische bzw. linguistische Kenntnisse vom Phayanchana Thai (z.B. in Relation zu anderen indischen Schriften wie z.B. Devanagari) zu erlangen. Was gemeint ist, ist in nachfolgendem Video – das sich eigentlich mit einem Spezialproblem des Phayanchana (ho hip) befaßt – dargestellt, wenn es  auf die „Anordnung des Phayanchana Thai entsprechend Sanskrit“ („the Sanskrit connection“) zu sprechen kommt:

Wir werden in den nächsten Beiträgen jeden einzelnen Konsonanten besprechen, jedoch auch großen Wert auf verschieden strukturierte Anordnungen der thailändischen Konsonanten legen. Wir werden u.a. sehen, wie wichtig das Wissen um die „indischen Elemente“ der Thaischrift ist.

In dem Beitrag Ko Kai einüben und testen ist jeweils ein Adobe Flash zum Einüben der Konsonanten und zum Testen des Wissen mit deutscher Legende zusammengestell.

Für die Besucher, die auch der englischen Sprache hinreichen mächtig sind, darf ich den Blog Women Learning Thai und hier insbesondere den Blog-Beitrag The Easy Way for Beginner to Read and Write Thai ans Herz legen. Auf die u.E. umfassendste Linksammlung zum Thema Thai lernen desselben Blog wird nur zu gern verwiesen: Learning Thai Websites!

Warum Thai als Schriftsprache erlernen?

Dem Neueinsteiger in die thailändische Sprache wird bekannt sein, dass es sich bei der thailändischen Sprache um eine tonale Sprache handelt.

Eine tonale Sprache ist dadurch definiert, dass der Tonhöhenverlauf einer Silbe bedeutungsgebend ist.

Ohne diesen Sachverhalt selbst in Frage stellen zu wollen, meinen wir dennoch, dass Übungsmaterialien, die primär auf einen raschen Einstieg ins gesprochene Thai abzielen, diesen Aspekt der thailändischen Sprache allzu sehr in den Vordergrund drängen. Denn wie kaum in einer anderen Sprache ist die Schrift in der thailändischen Sprache bedeutungsgebend.

Die thailändische Sprache ist eine zentral geregelte (monozentrische) Sprache. Daher ist der Zusammenhang zwischen Schreibung, Lesung und Lautung (bzw. Aussprachenorm) auch entsprechend eng. Allerdings ist ein Wesensmerkmal der thailändischen Schrift auch, dass der Zusammenhang nur in der bezeichneten Richtung besteht. D.h., es ist nahezu unmöglich, aus dem gesprochenen Wort – in Unkenntnis seiner Bedeutung – seine tatsächliche Schreibung zu erraten.

Wir wollen dies mit untenstehender Tabelle und den daran geknüpften Überlegungen veranschaulichen:

Thai in 30 verschiedenen Schreibweisen

Für die Beantwortung der Frage, wie ein mit ‚Thai‘ romanisiertes Wort in Thaischrift geschrieben worden sein könnte, stehen – ohne Berücksichtigung der potentiell noch hinzutretenden zusätzlichen Ton- und Sonderzeichen – tatsächlich 30, allerdings hier wirklich nur theoretische, Möglichkeiten zur Verfügung.

Der Grund hierfür ist, dass die Romanisierung dieser 30 Worte zu Thai in 2 Schritten erfolgt, bei denen jeweils eine erhebliche Reduktion des jeweiligen Informationsgehalts erfolgt. Der 2. und letzte Schritt, die Transliteration von Thailautschrift (TPA; สัทอักษรไทย; Sattha Akson Thai) in lateinische Schrift, ist der für unsere Betrachtung eher wenig spannende Schritt.

Der bedeutsamere ist vielmehr die Transkription von Thaischrift in Thailautschrift, also die Umsetzung von geschriebenem Thai in die Lesung bzw. die Aussprachenorm. Wir wollen letzteren Vorgang hier im Einzelnen einmal für alle 30 Worte aus obiger Tabelle durchführen (und dazu das jeweils einheitliche Romanisierungsergebnis ‚Thai‘ monoton mit angeben). Die besagte Thailautschrift ist hier jeweils in eckiger Klammer angegeben:

ใฐ [ไถ] Thai
ไฐ [ไถ] Thai
ฐัย [ไถ] Thai
ไฐย [ไถ] Thai
ฐาย [ถาย] Thai
ใฑ [ไท] Thai
ไฑ [ไท] Thai
ฑัย [ไท] Thai
ไฑย [ไท] Thai
ฑาย [ทาย] Thai
ใฒ [ไท] Thai
ไฒ [ไท] Thai
ฒัย [ไท] Thai
ไฒย [ไท] Thai
ฒาย [ทาย] Thai
ใถ [ไถ] Thai
ไถ [ไถ] Thai Bedeutung „abnötigen, erzwingen“
ถัย [ไถ] Thai
ไถย [ไถ] Thai
ถาย [ถาย] Thai Bedeutung „vorhersagen, prophezeien“
ใท [ไท] Thai
ไท [ไท] Thai Bedeutung Tai wie in ‚die Taivölker‘.
ทัย [ไท] Thai
ไทย [ไท] Thai Bedeutung Thai wie in ‚Thailand‘
ทาย [ทาย] Thai
ใธ [ไท] Thai
ไธ [ไท] Thai
ธัย [ไท] Thai
ไธย [ไท] Thai
ธาย [ทาย] Thai

Die insgesamt 30 unterschiedlich geschriebenen, fiktiven sowie u.a. real-existierenden Thaiworte reduzieren sich also auf 4 Schreibweisen in Thailautschrift, nämlich:

[ไถ], [ถาย], [ไท] und [ทาย].

Da die Thailautschrift gleichzeitig die Aussprachenorm ist, ergeben sich also tatsächlich aus 30 unterschiedlichen Schreibweisen lediglich 4, selbst für einen Thaimuttersprachler, unterscheidbare Aussprachen/Lautungen/Hörererlebnisse.

Thaischrift und Thailautschrift sind geeignet, Laute, gesprochene Silben und gesprochene Worte einschließlich des eine tonale Sprache charakterisierenden Tonhöhenverlaufs der Silbe relativ präzise wiederzugeben. Man muss sich jedoch sehr klar vor Augen führen, dass Schriftthai (primär) nicht dazu dient, gesprochene Laute wiederzugeben. Vielmehr geben die gesprochenen Laute Schriftthai wieder und Schriftthai ist – letztendlich – bedeutungsgebender als gesprochenes Thai.